Bacterial games – Rock, Paper, Scissors on a lattice

2010.07.20 @ 20:15

Today I gave a talk about cyclic competition. The simplest model of this kind of competition is the Rock-Paper-Scissors-Game. For the most people the presentation I embed here will be interesting only in the first part. For mathematicians and physicians it could be quite interesting further. But interesting for all kind of people is the presentation software I used. It isn’t based on slides, in my opinion a relict of old projector technique, but on a nearly infinite white (or colored) space, where you can zoom and wander around at will. On prezi.com there are a lot of very nice examples how you can use this. The only thing I don’t like is, that the whole thing is flash-based. That wastes a lot of resources.

If you want to sign up as a student or teacher, make sure that you get the educational license. With that it’s free to make private “prezis” and the desktop version is almost two-thirds cheaper.

So now have fun with the first talk I created with this nice programm (best in fullscreen 4:3, because it was planned for the projector):

Die Larmoyanz sitzt im Publikum

2010.07.14 @ 18:00

Die 2. ZEIT KONFERENZ “Hochschule & Bildung” bietet gute Unterhaltung, unprofessionelle Veranstalter, überraschende 180°-Wendungen von Uni-Präsidenten, gewohnten Wirtschaftssprech und einen Moderator, der sich freut, mal mitdiskutieren zu dürfen. Ein studentisch kommentierender Bericht.

Frankfurter Skyline. Warum die IHK in Frankfurt für eine Bildungskonferenz ausgewählt wurde, lässt sich, wenn nicht durch Symbolik, so doch vielleicht durch die zentrale Lage erklären. (cc-by-nd-licensed by loop_oh: http://www.flickr.com/people/loop_oh/, http://www.flickr.com/photos/loop_oh/3837770108/sizes/o/)

Schön, dass man als Student umsonst mit dem ICE in der ersten Klasse nach Frankfurt kommt. Was wahrscheinlich als Werbegeschenk der Deutschen Bahn gedacht war, eine im regulären Eintrittspreis von fast 900 € inbegriffene Zugkarte, kam aufgrund der politisch ehrenwerten Entscheidung der ZEIT, Studenten, Journalisten und Angestellte im öffentlichen Dienst kostenlos auf die Konferenz zu lassen, dann doch irgendwie nicht so wirklich an die Zielgruppe, die durch baldige Firmenticketkäufe die Finanzen der DB aufbessert.

Angekommen, gespannt, wie selektiert das Publikum aufgrund dieser Eintrittspreise wohl sein wird, wird einem bereits am Nebeneingang der Industrie- und Handelskammer (IHK) durch gut platzierte Sponsorenlogos mal wieder die, aus studentischer Sicht allgegenwärtig Veranstaltungen finanzierende, Finanzberatung MLP in Erinnerung gerufen.

Nach dem obligatorischen Stehempfang wird das den Plenarsaal nicht wirklich füllende Publikum auf der Bühne erst einmal von Josef Joffe, Herausgeber der ZEIT, begrüßt. Read more…

Flattr

2010.06.25 @ 01:21

Es gibt mal wieder eine großartige Idee, die verwirklicht wurde und meiner Meinung nach das Netz nachhaltig verändern könnte: Flattr.

Dabei handelt es sich um eine Micropayment-Plattform für Inhalte im Netz mit niedrigem “Treshold”, soll heißen, wenig Aufwand für den User (im Vergleich zu Lösungen, die mit Paypal oder Ähnlichem funktionieren). Das Ganze ist jedoch vom User auf einen Maximalbetrag gedeckelt, wodurch man sich niemals Sorgen um seine Ausgaben machen muss.

Es funktioniert folgendermaßen:

Zunächst benötigt man einen Account auf flattr.com. Da sich die Seite noch in der Betaphase befindet muss man entweder eingeladen werden (Anfragen an mich gerne per Mail) oder man setzt sich auf die Invite-Liste. Die Einladung ließ bei mir nicht lange auf sich warten.

Hat man einen gewissen Betrag (hier werden 8 € vorgeschlagen) auf die Seite per Kreditkarte, Onlineüberweisung, Paypal, Moneybookers o.Ä. transferiert, kann man loslegen zu “flattrn”. Teilnehmende Seiten erkennt man an den in die Seiten eingebundenen Buttons, welche es mit einem einfachen Klick ermöglichen, der Seite seine Wertschätzung mit etwas mehr als einem “Like” zuteil werden zu lassen.

Erst dann, wenn man die Möglichkeit hat zu geben, kann man auch etwas für seine eigenen “Werke” erhalten.

Die gegebenen “Flattrs” eines Monats werden dann auf die Beiträge, die man im Laufe eines Monats geflattrt hat, verteilt; das heißt, der Maximalbetrag, den man zwischen 2 € und 100 € wählen kann wird gleichmäßig aufgeteilt und den Autoren gutgeschrieben. Somit ist eine maximale Kontrolle der Ausgaben gewährleistet.

Ich persönlich finde die Idee äußerst reizvoll, da sie niemanden dazu zwingt, für die Inhalte im Web zu zahlen und sich somit von klassischen “paid content”-Modellen abhebt.

Darüber hinaus stellt es eine gute Möglichkeit dar, sich von Werbung im Netz unabhängiger zu machen. Die weitreichenden positiven Folgen davon muss man wohl nicht näher erläutern.

Kritikpunkte:

  • Mangelnde Transparenz (zumindest auf den ersten Blick), womit die Seite selbst Geld macht. Wer etwas weiß, bitte kommentieren. Ansonsten werde ich selbst versuchen mehr herauszufinden. In den FAQs steht, dass sie 10% von dem, was man einnimmt, behalten. Das erscheint mir doch etwas viel. Das ist mehr als der Rake beim Onlinepoker.
  • Es ist nicht möglich, seine Flattrs zu gewichten, bzw. mehrmals zu flattrn. Das macht alles ein wenig undifferenziert.

Dennoch habe ich es jetzt mal zum Testen auf meinen Blogs eingebunden.

Man darf gespannt sein.

Categories : Deutsch  internet  media

Jenseits von links und rechts – Zu Besuch beim Piratenstammtisch

2010.01.15 @ 20:51

Jeden Freitag hat Nazzareno die Bude voll. Sein sardisches Ristorantino im Münchener Westend ist gefüllt mit Piraten, Mitgliedern der Partei, die unter dem Motto „Klarmachen zum Ändern“ mit zwei Prozent bei der Bundestagswahl einen vielbeachteten Wahlkampf beendeten. Als ein schwedischer Pirat ins Europaparlament einzog, wurde das Hinterzimmer im Bavaria um die Ecke zu eng, und seitdem genießen die politischen Seeräuber dort vergünstigte Pasta und kostenloses WLAN.

Zwei Wochen vor Weihnachten ist es ruhiger geworden. „Das ist das erste Mal, dass so stammtischmäßig alle am Tisch sind“, wundert sich Stephan. Er ist mit seiner Frau Rani hier. Sie übersetzt zurzeit den Wikipedia-Artikel über die Piraten auf Hindi, ihre Muttersprache. Beide sind aus der IT-Branche, 30 Jahre alt und seit August Mitglied, wie die meisten hier. „Ich habe in den anderen etablierten Parteien keine Alternative für mich gesehen.“ Als Stephan von den Piraten hörte, recherchierte er drei Tage, war begeistert von der Transparenz der Partei und trat ihr sofort bei. Read more…

“Personal Publishing Concept” oder “Wie bringe ich meinen Inhalt am besten rüber?”

2009.12.10 @ 18:04

Motivation

Aufmerksamkeit ist nicht erst in Zeiten des Internets mittlerweile eine knappe Ressource geworden. Ein Zuwenig an interessantem Content ist für die meisten, die sich ein wenig aktiver im Netz aufhalten nicht mehr vorstellbar. Auch bieten verschiedenste Techniken (wie z.B. Feed-Reader, Microbloggingdienste und Bookmarkingseiten) interessante und effiziente Möglichkeiten ein wenig Struktur in den überquellenden Bewusstseinsstrom des WWW zu bringen und relevanten Inhalt auf der Empfängerseite zu aggregieren.

Man kann jedoch mittlerweile proportional zum Anwachsen der contentproduzierenden Masse immer wieder als Benutzer dieser Techniken feststellen, dass die eigenen Bemühungen die “personalisierte Tageszeitung” zu erstellen auch oft behindert werden; dadurch, dass viele Quellen, sich zu wenig Gedanken machen, welche der Möglichkeiten die Info an die Öffentlichkeit zu bringen das richtige Medium für den entsprechenden Inhalt ist. Dies liegt paradoxerweise daran, dass viele dieser Werkzeuge so flexibel sind, dass es sich für jedwede Information eignet. Das heißt aber leider nicht, dass es auch immer die beste Möglichkeit darstellt. So könnte man eine Enzyklopädie, die durch die User erstellt wird theoretisch auch mit WordPress realisieren. Doch ist ein wiki zweifelsohne besser geeignet.

Hier will ich nun ein paar Gedanken darlegen, wie man (schwerpunktmäßig aus meiner eigenen Erfahrung und Beobachtungen als Leser von Weblogs) es seinen Lesern ein wenig einfacher machen könnte. Ich habe in etwa 9 Monate gebraucht, um diese meiner Meinung nach anlehnungswerte Struktur zu finden und denke, dass insbesondere Leute, die gerade erst anfangen Informationen nicht nur zu konsumieren, sich zumindest einmal kurz Gedanken darüber machen sollten. Ich denke, ich bin kein Einzelfall in meinem Verhalten, durchaus guten Content doch wieder zu unsubscriben und dies einfach nur aus dem Grund, dass sich der Autor keinerlei Gedanken über das Verhalten seiner Leser macht und sie somit auf einzelnen Kanälen überlädt. Somit lohnt es sich, mag man nicht nur für sich selbst schreiben, sich ein paar Gedanken darüber zu machen. Read more…

Die Verpackung macht’s – Gedanken eines Erstwählers zur Bundestagswahl 2009

2009.09.27 @ 17:17

Also, das war’s dann. Meine erste Bundestagswahl. Eines Tages schneit ein hässlicher Zettel in unsympathischem Gelb ins Haus und ich darf daraus entnehmen, dass ich wählen darf. Nicht besonders einladend, nicht besonders übersichtlich und derart gestaltet, dass ich mir gut vorstellen kann, dass einige Menschen in diesem Land leidergottes schon die erste Hürde, die fehlende Motivation, aus diesem Behördendeutsch das richtige Procedere herauszufiltrieren, nicht nehmen werden und zu den vielbeklagten Nichtwählern wechseln.

Irgendwie habe ich mir als demokratiebegeistertes Kind das immer anders vorgestellt. Ehrwürdiger. Nicht wie eine Vorladung zu einem x-beliebigen Behördentermin. Ließt man den Wisch weiter durch, stellt man fest, dass das Ganze auch noch in einer Schule stattfinden soll. Nicht gerade ein Ort, an den man mit vollkommen ungemischten Gefühlen zurückkehrt. Noch dazu, wie das Häubchen aus (saurer) Sahne auf den viel zu trockenen Kuchen, in der Turnhalle. Gedanken an strenge Gerüche, proletenhaftes Gebaren der Menschen, die im sonstigen Unterricht nichts zu sagen hatten und Ungerechtigkeiten ausgehend von der eigentlichen “Vertrauensperson” Lehrer, die leider ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein hat.

Wahltag. Man bewegt sich, nachdem man den Rausch vom Samstag ausgeschlafen hat, irgendwann am Nachmittag in Richtung des besagten “Wahlbüros”. Schule. Turnhalle. Pappkabinen. Buntstift. Recyclingpapier. Schlechtgelaunte Wahlhelfer. Und irgendetwas fehlt. Die Ehrwürdigkeit der “ersten Bürgerpflicht”. Der durch viel Blut und Tränen erkämpfte Glamour der Demokratie. Eigentlich müsste da was sein, aber man sieht es nicht. Man spürt es nicht. Es zieht nicht. Gar nicht.

Man geht nach Hause. Das wars. Jede Kommunion ist, denke ich, aufregender. Eine Art Kommunion für Erstwähler – das wär’s. Das würde meinem Verständnis von Demokratie entsprechen. Es ist keine Bürgerpflicht, sondern ein “Bürgerehrung” zu wählen. Und so sollte es auch gehandhabt werden. Raus aus den Turnhallen rein in die schönsten Häuser der Stadt! Weg mit den Pappkabinen und angemessene Kleidung für Wahlhelfer! Etwas mehr Form für den Inhalt unserer Staatsform! Was gibt es immer für ein Gedöns zu viel unwichtigeren Anlässen…

Ich habe gewählt.

My linkblog

2009.09.18 @ 16:39

Because I want to separate my own content from collected one I’m linking things I like or find interesting on delicious.com and import it under bookmarks. There’s also a RSS-Feed provided by delicious. I think if you like my former entries (also on my old blog) there could be a lot of interesting stuff for you. If you’re already following me on twitter you mostly get a note of new links.

Have a nice day

stationsarzt

Designs they are a changin’

2009.07.26 @ 04:14

Hi fellows,

I’ve already said, I’m still testing wordpress, its features and especially different themes. So don’t be afraid if you don’t have a visual deja-vu returning on the blog. It can be irritating. So be aware. If you’re too disorientated just duck and cover under your desk. Wait ten seconds and then try again.

Greetz

Stationsarzt

P.S.: This entry shall principally give you a place where you can comment on the changing design of the blog. Will change the next weeks a lot I think. So feel free to inspire me.

Categories : English  explanations

Wer nicht schwimmen will…

2009.07.25 @ 04:14

Kleine Notiz: Das kam gestern über den Verteiler, den sämtliche PhysikstudentInnen an der LMU München erhalten:

Betreff: Verzweifelt gesucht…

… wir haben uns am Freitag auf dem Tunnelfest kennengelernt,
dort war ich zu feige mit Dir in den Pool zu springen,
wir haben getanzt, als wärst Du 2,05 m groß,
auf der Rolltreppe war ich froh, dass Du es nicht bist!

Leider hab ich mich dann für MEINE S-Bahn entschieden,
anstatt für das French Toast Frühstück.
Seither gehst du mir nicht mehr aus dem Kopf.

Wenn Du damit gemeint bist, melde Dich!

Wenn nicht: “Talk to the hand, cause the face ain’t listening, talk to the elbow…”

Allen anderen wünsche ich schöne Semesterferien!!! :o))

LG Imke

Irgendwie wie im Film, nicht? Schön so was. Viel Glück von mir auf jeden Fall.

stationsarzt

Categories : Deutsch  life
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J.S. Bach – WTC I – Preludium & Fuga I played by me

2009.07.25 @ 03:16

Bored by learning theoretical electro dynamics I just realized, that I can produce records with my computer and my clavinova.

This are untouched records. So no mastering, no cutting, nothing. Just clavinova ->3.5 mm ->cinch -> amplifier (because I had no 3.5/3.5 cable I had to use the amplifier as an adapter) ->cinch/3.5 mm -> soundcard ->Some random record tool.  And with cruel mistakes.

I think I’m going to do this again in a week or two (have to learn for university). But I like to give you an impression of the working progress even behind such “easy” pieces of music.

There are two takes of the Preludium. Couldn’t decide which tempo to take, I think both are wrong. The truth lays somewhere in between. Next week.

J.S. Bach – WTC I – Preludium I

And the alternate version, but think about to hear the fugue directly after the preludium. Fits better ;-)

J.S. Bach – WTC I – Preludium I

And there are a lot of unsecure parts in the fugue. I hope you enjoy despite that.

J.S. Bach – WTC I – Fuga I

Good Night

stationsarzt

P.S.: If the player doesn’t work, I don’t know why, just click the download link. And I’m sorry, that the files are quite quiet. Next time I will correct that.
Update: The player didn’t work because he doesn’t know the “strange” German letter ä… I fixed it. After hours of bugsearch…